Zur Validierung der Hypothese sollten wir über Satellitenmessungen verfügen, die den lokalen Albedoeffekt über die Jahre erfassen. Die stärkeren Winde und die Gischt sollte man vielleicht auch genauer kennen.
Vielleicht ist aber ein anderer Vorgang wichtiger: Das Abschmelzen des Antarktischen Schelf- und Gletschereises reduziert die Oberflächentemperatur des Meeres um die Menge von 100 Kilowatt pro Kubikmeter Abschmelzung, was bei einem einzigen Eisberg von 20 mal 20 Kilometern Ausdehnung und einer angenommenen Tiefe von 100 Metern den Gegenwert von einer Milliarde Tonnen Petroleum an Kältekalorien bedeuten würde, die zudem weitere Auswirkungen auf die Verdunstung des nun weniger salzhaltigen Meereswasser hat.
Die Antarktis mit ihren vielleicht 30 Milionen Kubikkilometern Eis und damit einem Äquivalent von 750 Billionen Tonnen Petroleum Schmelzenergie könnte vielleicht eine Bremse für den Klimawandel darstellen, die wir im Augenblick noch nicht richtig einschätzen.
Allerdings strahlt unsere Sonne stündlich das Energieäquivalent von 30 Milliarden Tonnen Petroleum - natürlich ziemlich unverschmutzt auf unsere Erde. Rechnen wir, dass die Antarktis bis zu ihrem vollen Abschmelzen ein Prozent davon kompensieren muss, um den Klimawandel zu bremsen, könnte sie das noch 36 Jahre lang tun (zugrunde gelegte Sonneneinstrahlung 1 Kilowattstunde pro Quadratmeter. 4 Kilowattstunden = 1 Liter Petroleum, ständig der Sonne ausgesetzte Gesamtfläche des Erdballs 120 Millionen Quadratkilometer, die der Antarktis 20 Millionen Quadratkilometer bei einer Eisdicke von 1,5 Kilometern).
In unserer Titelgeschichte geht es diesmal um Friedrich II., den letzten Kaiser der Staufer, der schon zu Lebzeiten eine Legende war - und von den Forschern deshalb nur schwer greifbar ist. Zudem... »