Das Radarbild der Raumsonde Cassini zeigt einen Überflug über die Region Sotra Facula auf Titan, wo sich die Eisvulkane befinden. Das vertikale Relief wurde zur Verdeutlichung etwa zehnfach überhöht.
Randolph Kirk und seine Kollegen sind sich nicht sicher, ob die Eisvulkane auf Titan derzeit aktiv sind. Sie gehen aber davon aus, dass unterirdische geologische Prozesse ausreichend Wärme erzeugen, um Teile des Eismantels zu schmelzen. Flüssiges Wasser wird dann zusammen mit festen Eisbrocken durch eine Öffnung an die Oberfläche befördert. Dort herrschen normalerweise frostige minus 190 Grad Celsius, und das Wassereis ist hart wie Gestein.
Bisher waren nur vulkanische Aktivitäten auf Monden bekannt, die denjenigen auf der Erde nur bedingt ähneln. Dazu gehören die so genannten Tigerstreifen auf dem Saturnmond Enceladus, wo aus langen Rissen in der Oberfläche flüssiges Wasser und feine Eispartikel heraussprühen. Auf Titan selbst sind schon fingerförmige Flüsse aus dichterem Material bekannt. Diese haben aber nach dem aktuellen Kenntnisstand keinen vulkanischen Ursprung. Die Infrarotspektrometer von Cassini zeigten zudem, dass die Lavaströme der Eisvulkane eine andere chemische Zusammensetzung aufweisen als die bisher bekannten Flüsse. (bw)





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