Die Wissenschaftler interessierte vor allem, warum viele Mondgesteine magnetisiert worden waren, obwohl der Erdbegleiter – zumindest gegenwärtig – gar kein globales Magnetfeld besitzt. Die Ursachenforschung gestaltete sich bislang jedoch sehr schwierig, da die meisten Mondgesteinsproben aus Brekzien stammen und damit aus Gesteinstrümmern, die in einer feinkörnigen Grundmasse neu zusammengefasst wurden, nachdem beispielsweise Meteoriteneinschläge das Ausgangsmaterial zerschossen hatten.
Auch Troktolit 76535 weist Magnetisierungsspuren auf, jedoch keine Anzeichen späterer Umformungen durch Asteroidenbombardements, die normalerweise die Spuren früherer Magnetisierungen übertünchen und ersetzen. Tatsächlich stammen seine Magnetzeugnisse noch immer aus der Zeit vor etwa 4,2 Milliarden Jahren. Dieses hohe Alter, mit dem der ultramafische Methusalem alle bislang bekannten Erd- und Marsgesteine übertrifft, ermittelte Garrick-Bethells Team durch eine Isotopenanalyse.
Dies setzt jedoch einen flüssigen Eisenkern im Mond voraus. Das wird allerdings auch Jahrzehnte nach der letzten Apollo-Mission heftig in Wissenschaftlerkreisen immer noch heftig diskutiert, obwohl die Mondfahrer großflächige Lavaströme auf dem Trabanten nachgewiesen hatten. Ein bewegtes Inneres ist zwingend notwendig für Magmatismus, doch genügte dies vielen Forschern noch nicht als endgültigen Beleg eines Monddynamos. Sie beharrten darauf, dass der Mond stets als "kalter" Gesteinsbrocken um uns kreiste und sich nie so weit aufheizte, dass sich ein flüssiger Kern hätte bilden können.








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