Landwirtschaft
Droht ein Mangel an Phosphor?
Phosphor ist Hauptbestandteil von Düngemitteln. Seine Vorkommen reichen zwar noch für Jahrzehnte. Doch wenn wir nicht jetzt beginnen, sie zu schonen, könnte die Landwirtschaft schon in diesem Jahrhundert zusammenbrechen.
Doch Schwierigkeiten könnte es schon viel früher geben. Wie die Ölpreisschwankungen im vergangenen Jahr gezeigt haben, treten bei Rohstoffen oft schon lange, bevor sie wirklich knapp werden, Marktengpässe auf. Die Phosphorvorräte sind noch ungleichmäßiger über die Erde verteilt als diejenigen von Erdöl, was das Problem einer gesicherten Versorgung verschärft. Mit einem Gesamtanteil von 23 Prozent sind die USA weltgrößter Produzent und Exporteur von Phosphor. Vier Fünftel ihrer Fördermenge stammen aber aus nur einer Quelle: Minen in der Nähe von Tampa (Florida). Diese dürften in ein paar Jahrzehnten erschöpft sein. Heute befinden sich fast 40 Prozent der weltweiten Reserven in einem einzigen Land, Marokko, dem "Saudi-Arabien des Phosphors". Obwohl es sich um eine dem Westen wohlgesinnte Nation mit stabilen politischen Verhältnissen handelt, macht dieses Ungleichgewicht den Phosphor zu einer tickenden geostrategischen Zeitbombe


David A. Vaccari ist Professor und
Direktor der Abteilung für Zivil-,
Umwelt- und Ozeantechnik am
Stevens Institute of Technology in
Hoboken (New Jersey). Er hat
sich auf die biologische Abwasserbehandlung
sowie die Modellierung
der Folgen von Verschmutzungen
in Fließgewässern spezialisiert und
war an der Entwicklung von Recyclingprozessen
für bemannte Marsmissionen
der NASA beteiligt.
abrufen





MENSCHEN-BILDER |
Landschaft & Oekologie |
Mente et Malleo |
Polarstern unterwegs |
WIRKLICHKEIT |
Robotergesetze |
NeuroKognition |
bildungslücke |
braincast |
Fischblog |
Detritus |
Uhura Uraniae | 






1. Marokko stabil?
25.10.2009, Paul R. Woods, Neumagen-DhronEine solche Nation als stabil zu bezeichnen halte ich für übertrieben. Wir sollten uns eine Menge Gedanken zur Minderung des Phosphateinsatzes machen, damit wir nicht auf Länder wie Marokko angewiesen sind.