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Ist der Mensch von Natur aus Egoist? Oder sind wir dazu geboren, anderen zu helfen? Weder noch, sagen Psychologen und Hirnforscher: Einer neuen Theorie zufolge achten wir alle bloß auf ein ausgeglichenes "Moralkonto" - und handeln deshalb oft widersprüchlich. Über diese und weitere Erkenntnisse der Moralforschung lesen Sie in der neuen Ausgabe von G&G (Ausgabe 1-2/2012).
"Mein Haus, mein Boot, mein Auto"? Besser sollte es heißen: meine Weltreise, mein Rolling-Stones-Konzert, mein Bungeesprung! Denn besondere Erlebnisse machen glücklicher als materieller Besitz. Der Psychologe Marc Hassenzahl erklärt, wie diese Erkenntis heute sogar das Produktdesign beeinflusst
Tratschen ist nicht bloß ein harmloser Zeitvertreib. Laut Sozialpsychologen kann Klatsch über abwesende Dritte sowohl
dem Wohl der Gruppe dienen als auch dem eigenen Vorteil gegenüber Rivalen
Ursula Horsch von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat erforscht, wie Eltern mit ihren Säuglingen in Kontakt treten. Die frühkindliche Kommunikation klappt dabei erstaunlich gut
Gier, Machtstreben, Konkurrenzdenken - sind Menschen geborene Egoisten? Oder dominieren doch Mitgefühl und Altruismus unser Wesen? Psychologen glauben, dass beides in uns schlummert: Nach einer neuen Theorie bemühen wir uns sogar unbewusst um ein ausgeglichenes Moralkonto
Wenn wir unsere Gefühle und spontanen Handlungsimpulse nicht im Griff hätten, wäre ein harmonisches Miteinander kaum möglich. Wie die Neurowissenschaftler Daria Knoch und Bastian Schiller in Experimenten herausfanden, spielt ein bestimmtes Hirnareal die Hauptrolle in Sachen soziale Selbstkontrolle
Das Leben in Ballungszentren belastet die Psyche. Was das im Gehirn von Großstädtern bewirkt, schildert Andreas Meyer-Lindenberg, Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim
Bis heute ist es in der Psychiatrie nicht unüblich, psychisch Kranken gegen ihren Willen Medikamente zu verabreichen oder sie zeitweise sogar einzusperren. Wie häufig solche Zwangsmaßnahmen eingesetzt werden und welche Folgen sie für die Patienten haben, soll endlich besser erforscht werden
Bei allem, was wir tun, verfolgen wir bestimmte Ziele - oder nicht? Forschern zufolge rückt die ursprüngliche Absicht immer mehr in den Hintergrund, je öfter wir eine Tätigkeit ausführen
Nikotin macht süchtig, weil es das Belohnungssystem im Gehirn stimuliert. Der gewohnte Griff zur Kippe verändert aber auch sensorische und motorische Hirnregionen. Und das hat Konsequenzen für die Therapie