Es ist wie immer beim Blick in die Tiefen des Alls: So farbenfroh und imposant wie in der Fantasie des Grafikers geben sich auch die nun vorgestellten staubfreien "Ur-Quasare" in der Realität nicht. Das Spitzer-Weltraumteleskop war aber in der Lage – bevor ihm im vergangenen Jahr das Kühlmittel ausging –, die Infrarotspektren der fernen Objekte aufzunehmen. In ihnen fehlt ein charakteristischer Intensitätsanstieg bei Wellenlängen um ein bis vier Mikrometer, der auf Staub um Objekte zurückgeht. Die jungen Quasare strahlten also in einer weit zurückliegenden, noch staubfreien Ära des Universums.
Quasare sind die Zentralregionen von Galaxien, die aktive Schwarze Löcher beherbergen; ihre Akkretionsscheiben aus hell leuchtender Materie machen sie zu den lichtstärksten Objekten im ganzen Universum. Die gesammelten Daten lassen nun auch Rückschlüsse über die Evolution der Objekte im Lauf der Zeit zu: Bei den heutigen Quasaren, so zeigen die Beobachtungen, korrelieren offenbar stets die Masse des Schwarzen Lochs und die Menge des Staubs in seiner Umgebung. Wahrscheinlich wachsen die Schwarzen Löcher, indem sie ständig Materie aufnehmen – und produzieren dabei gleichzeitig auch immer mehr heißen Staub. (jo/mpg)





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