Mit der Namensänderung veröffentlichte die NASA auch die erste Aufnahme des Satelliten, auf welcher der gesamte Himmel im Gammalicht zu sehen ist. In diesem Spektralbereich lassen sich das leuchtende Band der Milchstraße sowie Milliarden von Lichtjahren entfernte Pulsare und Galaxien erkennen. Das Bild ist in einer Belichtungszeit von 95 Stunden entstanden – für ein vergleichbares Bild vom Compton Gammastrahlen-Observatorium, das von 1991 bis 2000 in Betrieb war, benötigten die Wissenschaftler noch jahrelange Beobachtungen.
Ein vierter heller Punkt auf dem Bild liegt etwa sieben Milliarden Lichtjahre entfernt, weit außerhalb unserer Galaxis. Es handelt sich um einen Blazar – einen bestimmten Typus aktiver Galaxien mit besonders starken Helligkeitsvariationen – im Sternbild Pegasus. Der Blazar mit dem Namen 3C 454.3 befindet sich gerade in einer Phase hoher Aktivität und ist durch seine Helligkeit besonders gut zu erkennen. Zudem beobachteten die zwei Hauptinstrumente an Bord, das Large Area Telescope (LAT) und der GLAST Burst Monitor (GBM), millisekunden- bis minutenlange Gammastrahlenausbrüche von Punktquellen am Himmel.
"Zum Zeitpunkt des Ausbruchs sind sie so hell, dass sie den gesamten restlichen Gammahimmel überstrahlen", sagt Jochen Greiner vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). "Wir haben eigentlich nur eine Erklärung für diese gewaltigen Energieausbrüche: die Bildung eines schwarzen Loches am Ende des Lebens eines schweren Sterns." Die Gammablitze werden einen völlig neuen Überblick über ein breites Gamma-Spektrum bieten und es den Wissenschaftlern ermöglichen, die Entstehung von Schwarzen Löchern zu untersuchen.





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