Katzen verstecken in ihrem bettelnden Schnurren ein Miauen, das ans Herz geht. Den Unterschied zum Wohlfühl-Schnurren bemerken sogar Menschen ohne Katzenerfahrung.
Ein besonders hoher Frequenzanteil von im Schnitt 380 Hertz erwies sich als kennzeichnend für das fordernde Schnurren. Er sorgte auch dafür, dass die Mehrheit ihrer 50 zweibeinigen Versuchsteilnehmer den Laut als besonders unangenehm, aber auch besonders eindringlich beschrieben. Selbst Menschen ohne Katzenerfahrung konnten auf Audioaufnahmen zufriedenes und auf Wirkung getrimmtes Schnurren auseinanderhalten, fanden die Wissenschaftler heraus. Allerdings hatte leichte Vorteile, wer schon länger mit einer Katze das Haus teilte.
Möglicherweise stamme die Miau/Schnurr-Kombination aus der Säuglingszeit der Katze, vermuten McComb und Kollegen, da sich die Tiere vor allem in diesem Lebensabschnitt sozial verhalten. Als Hauskatzen würden sie für ihre Kommunikation mit Herrchen oder Frauchen tendenziell auf das Repertoire aus diesen Zeiten zurückgreifen. Anschließende Verfeinerung ist jedoch nicht ausgeschlossen: Merkt die Katze, dass sie mit dem versteckten Miau erfolgreich ist, lernt sie den nervtötenden Schrei auf die Spitze zu treiben, vermuten die Wissenschaftler. Bleibt er dagegen unbeachtet, verlege sich die Katze auf ihr Standard-Miau. (jd)





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