Bericht | 14.01.1999

Sehen wie Hören

Was machen eigentlich bei Gehörlosen jene Teile des Gehirns, die bei Hörenden für die Aufnahme und Verarbeitung akustischer Informationen genutzt werden? Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, daß die primären Bereiche zwar nur untätig auf Reize warten, aber latent funktionsfähig sind. Die akustischen Assoziationszentren dagegen werten aktiv die Zeichen und Gesten der Gebärdensprache aus. Das Gehirn verfügt demnach über einige fest verdrahtete Schaltungen, während es auf höherer Ebene sehr flexibel aufgebaut ist.

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