Astronomie
Das Rätsel des Methans auf Mars und Titan
Es könnte auf Leben hindeuten oder ungewöhnliche geologische Aktivität: Dass Methan in den Atmosphären des Planeten Mars und des Saturnmonds Titan vorkommt, erweist sich als eines der faszinierendsten Rätsel des Sonnensystems.
Das sind zwar Spekulationen, doch als Astronomen diese beiden Welten chemisch untersuchten, stießen sie auf ein Gas, das zumindest auf der Erde überwiegend auf Lebewesen zurückgeht: Methan. Auf dem Mars gibt es davon nur Spuren, doch auf Titan ist es reichlich vorhanden. Dass Lebewesen die Quelle des Gases sind, ist zumindest auf den ersten Blick genauso plausibel wie die Möglichkeit, es könne auf geologischen Prozessen beruhen. Beides wäre faszinierend. Entweder würden wir lernen, dass wir im Kosmos nicht allein sind oder dass Mars und Titan einmal große Mengen unterirdischen Wassers besaßen, in dem sich bestimmte geochemische Prozesse ereigneten. Beginnen wir den Ursprung und das Schicksal des Methans auf diesen Himmelskörpern zu verstehen, werden wir Neues darüber erfahren, wie erdähnliche Himmelskörper entstehen, sich entwickeln – und dabei womöglich Leben hervorbringen.


Sushil K. Atreya ist Professor an der Universität von Michigan in Ann Arbor und Visiting Scientist am Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena
(Kalifornien). Er war an zahlreichen wissenschaftlichen Missionen der Nasa und der Esa beteiligt und ist einer der Projektwissenschaftler des Mars Science Laboratory, das 2009 auf die Reise zum Mars befördert werden soll.
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1. Methan auch auf der Erde nicht von Bakterien!
20.07.2007, Andreas Klingl, Regensburg